Zeitarbeitskunden achten bei Dienstleistern vermehrt auf Compliance

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass die Aufsichtsbehörden bei über 13.500 Zeitarbeits-firmen massive Verstöße gegen gesetzliche und tarifliche Regelungen festgestellt hat. Es geht dabei um richtige Eingruppierung gemäß eingesetzter Qualifikation, korrekte Bezahlung von Urlaubs-und Krankheitstagen (Durchschnittsberechnung), sowie  Vergütung von Feiertagen und richtige Anwendung von Branchenzuschlägen. 

 

In all diesen Fällen wurde den Beschäftigten teilweise erheblich zu wenig bezahlt und damit auch den Sozialversicherung erhebliche Beiträge vorenthalten, für die die Kunden der Zeitarbeit mit haften. Im Rahmen dieser Durchgriffshaftung stecken erhebliche Risiken.

 

Mit der Vorlage von Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkassen sind diese Risiken nicht zu reduzieren. Diese bescheinigt nur die Zahlung der angemeldeten Beträge. Ob Mitarbeiter/innen korrekt  nach Gesetz und Tarif bezahlt werden, wird nicht  bescheinigt. Die Sozialversicherungen müssen nach dem "Entstehungsprinzip" abgeführt werden. Es kommt also nicht darauf an, was den Sozialkassen bezahlt worden ist, sondern was gezahlt werden musste, wenn der Mitarbeiter korrekt nach Gesetz und Tarif entlohnt worden wäre. 

 

Kundenbetriebe, die das erkennen oder schon von Durchgriffshaftung betroffen sind, setzen auf zusätzliche Compliance-Vereinbarungen. Damit solche Vereinbarungen auch belastbar sind, hat die I.Q.Z eine Mustervereinbarung entwickelt, die effektiv vor materiellen und immateriellen Schäden schützt.

 

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Norbert Fuhrmann

 

Bestellter Sachverständiger 

für Personaldienstleistung

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