„Equal Pay“ entspricht nicht der Gleichstellung im AÜG – Vorsicht vor falschen Empfehlungen

Wieder werden falsche Informationen zur gesetzlichen Gleichstellung durch die Verwendung des falschen Begriffs „Equal Pay“ verbreitet (siehe hier), mit der fatalen Falschaussage in Bezug auf die Gleichstellung im AÜG: „Folgende Arbeitsbedingungen gehören nicht zum Equal Pay Anspruch: Dauer des Urlaubs“. Wendet man einen Begriff an, der im AÜG nicht existiert, kommt man zu irreführenden Aussagen.

 

Durchsucht man das AÜG nach dem Begriff AÜG, kann man nicht fündig werden. Immer wieder geht es um den Begriff „Gleichstellung der wesentlichen Arbeitsbedingungen“. Eindeutigkeit schaffen die fachlichen Anweisungen zum AÜG (Basis für die Prüfer der Aufsichtsbehörde) in § 8.1.(2):

Die wesentlichen Arbeitsbedingungen sind insbesondere Arbeitsentgelt und Arbeitszeit (einschließlich Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage)“.

 

 

Falsche Empfehlungen können teuer werden. Verstöße gegen die korrekte gesetzliche Gleichstellung können mit Bußgeldern bis zu 500.000,00 € belegt werden. Deshalb: