Ist Corporate Social Responsibility (CSR) ohne Compliance glaubwürdig?

 

CSR wird von einigen Unternehmen als neue Marketingstrategie gesehen. Dabei wird vergessen, dass es kein alleinstehendes Konzept ist. Wer sich mit CSR befassen möchte, sollte diese Regeln beachten:

 

 

  1. CSR basiert auf der Einhaltung von Gesetzen, Tarifen und auf einen ethischen Wertekanon. CSR und Compliance müssen integriert gesehen werden.
  2. CSR und Compliance sind ganzheitlich in die gesamte Wertschöpfungskette (Lieferanten und Dienstleister) zu implementieren und gelebt werden, nur so werden Friktionen und Widersprüche vermieden und Synergien zur Steigerung des Unternehmens-erfolges ausgeschöpft.
  3. Nur eine transparente, verantwortungsvolle, authentische und nachhaltige Unternehmensführung schafft Vertrauen. Agieren muss kohärent sein – ohne Doppelzüngigkeit. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen seiner Mitarbeiter mehr als großes CSR-Engagement nach Außen, gepaart mit schlechten Arbeitsbedingungen und Non-Compliance im Unternehmen. Feigenblätter werden heute sehr schnell erkannt.
  4. Interessen und Sorgen der Mitarbeiter müssen ernst genommen werden. Das Potential von Risikohinweisen und Kritik von innen und außen muss genutzt werden. So entsteht eine Fehlerkultur, die Fehler und Kritik als Chancen begreift und ihre wirklichen Ursachen angeht, statt Sündenböcke zu suchen.
  5. Von Unternehmen wird heute nicht nur erwartet, dass sie sich zur ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bekennen, sondern ebenso der Nachweis, dass sie dieser gerecht werden.